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Zwei Bewohnerinnen und ein Bewohner

Es gibt noch
viel zu erleben.

Ein Mann mit zwei Karrieren.

Rein in die Montur, die Schlittschuhe festgezurrt, den Schläger mit starkem Griff umklammert. Sobald der Anpfiff ertönt, nur noch ein Ziel vor Augen: Die Scheibe des Gegners blitzschnell abzuwehren - für Eishockey-Torhüter Vladimir Oleksak ist das die schönste sportliche Routine​ der Welt.

Schon als Kind wollte er Profi-Eishockeyspieler werden. Mit hartem Training und eiserner Disziplin schaffte Vladimir den Sprung in die zweite Liga und kam so seinem Ziel zum Greifen nahe. Doch er war bereits alt genug, um sein eigenes Geld zu verdienen dieses blieb leider aus: „Ich war jung und voller Träume. Ich wollte mir ein Auto kaufen und mit meiner Frau auf Urlaub fahren. Ich wusste, dass dies erst in der slowakischen Profiliga möglich ist und darauf konnte ich nicht warten.“ So machte er sich auf die Suche nach einer Alternative.

Beruflicher Neuanfang

Nachdem er als Jugendlicher die Hotelfachschule absolviert hatte, wollte er sich nach dem Vorbild seiner Mutter beruflich in Österreich niederlassen. Diese arbeitete als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in einem niederösterreichischen Seniorenzentrum. Dort bewarb er sich eigentlich als Küchenhilfe, bekam aber das Angebot, auf der Station zu arbeiten. Da er sah, wie glücklich seine Mutter in diesem Beruf ist, nahm er es an und absolvierte die Ausbildung zum Heimhelfer.

Der Vater von zwei Kindern erinnert sich zurück: „Der Start war nicht leicht. Ich musste mit meinen Kolleginnen und Kollegen auf Englisch kommunizieren. Wenn mich die Stationsleiterin auf Deutsch beauftragte, etwas zu holen, bin ich regelmäßig in die falsche Richtung gelaufen.“ Durch sein akribisches Selbststudium und die an seine Mutter und Kolleg*innen gerichtete Bitte, mit ihm ausschließlich auf Deutsch zu sprechen, erzielte er jedoch rasch Fortschritte. „Beim Eishockey bin ich es gewohnt, mich schnell an neue Situationen anzupassen und ehrgeizig an mir zu arbeiten. Das hat mir geholfen, auch meine Sprachbarrieren zu überwinden“, freut sich Vladimir.

Auf der Überholspur

Genauso wie im Spitzensport wollte der 32-jährige auch beruflich immer weiter vorankommen. So absolvierte er die Ausbildung zum Pflegeassistenten und begann 2012 seine Karriere im HB Pflegekrankenhaus Tokiostraße. Vor kurzem hat der Eishockey-Virtuose zusätzlich das Studium zum Gesundheits- und Krankenpfleger abgeschlossen und ganz nebenbei für seine Familie ein Haus gebaut. Seinen Hauptwohnsitz hat er nach wie vor in der Slowakei. Er pendelt täglich und nimmt dazu immer die Fähre über die March. Auch dem Eishockey ist er treu geblieben. Er spielt in der Amateur-Liga bei den „Stock City Oilers“ in Stockerau.

Flexible Dienstplangestaltung

„Die letzten Jahre waren bedingt durch meine Ausbildung und dem Hausbau sehr stressig. Aber wenn man etwas gerne tut, ist man motiviert und kann es schaffen. Ich habe ein gutes Zeitmanagement, eine fantastische Frau, die mich bei den Kindern unterstützt und einen tollen Trainer in der Arbeit“, lächelt Vladimir. Damit ist Stationsleiter Bernd Butschell gemeint. Butschell habe den Dienstplan immer flexibel gestaltet, denn Vladimirs Kurse wurden Corona-bedingt oft kurzfristig verlegt und auch die Anfahrt in die Arbeit dauerte durch die verschärften Grenzkontrollen oft länger als sonst.

„Vladimir feiert bald sein zehnjähriges Dienstjubiläum bei uns im HB. Ich bin sehr stolz auf seine Entwicklung. Ich schätze seine Arbeitsweise. Er ist wie im Sport ein echter Teamplayer, arbeitet praktisch und ist sehr effizient“, betont​ Bernd Butschell. Jetzt schlägt Vladimir also sein nächstes berufliches Kapitel als Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger auf. Wir wünschen ihm dabei alles Gute und ein kräftiges Toi, toi, toi! ​

 

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hdb

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