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Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt.

„Was das Schönste an meinem Beruf war?“ Christoph Loley nimmt sich Zeit für die Antwort. Und bringt es dann auf den Punkt: „Das Wissen, dass es den Menschen guttut“, sagt der ehemalige Pfarrer der Gemeinde Katzelsdorf, der seit rund einem Jahr im Urbanusheim lebt.

 

Mit „es“ meint der 82-Jährige all das, was er seinen Mitmenschen in seiner Funktion zu Gute kommen ließ: Die Vermittlung des Glaubens, Gottesdienste, Seelsorge, feierliche Kirchenfeste oder auch einfach nur ein Ohr für Probleme und eine Schulter zum Anlehnen. Es tut den Menschen nach wie vor gut – vor allem in einer Krise, die es bisher so nie gab und die viele Ängste wach werden ließ. „Aufgrund der Schutzmaßnahmen rund um die Corona-Pandemie konnten uns für viele Wochen keine externen Pfarrer besuchen“, erklärt Bezugspflegerin Petra. „Da waren wir sehr froh, mit unserem Herrn Loley einen ehemaligen Pfarrer im Haus zu haben!“ Da ein solcher Beruf auch Berufung ist, beendete Christoph Loley umgehend seinen wohlverdienten Ruhestand und half da aus, wo er gebraucht wurde: „Ich habe zunächst die Fürbitten in der Messe gelesen und diese später auch abgehalten. Und schließlich habe ich auch Krankensalbungen erteilt“, so der Niederösterreicher.

Das Thema Tod enttabuisieren.

„Für viele Menschen ist dieses Sakrament ein wichtiger Bestandteil ihres letzten Lebensweges“, weiß Petra, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Nadine ein Palliativ-Care-Projekt im Urbanusheim betreut. Das große Ziel: Das Thema Tod zu enttabuisieren und mit BewohnerInnen und Angehörigen offen über die Ängste und Wünsche rund um den letzten Lebensabschnitt zu sprechen.

Gebraucht werden.

Pfarrer Loley, wie er von vielen BewohnerInnen nach wie vor genannt wird, spendet aber nicht nur anderen Kraft und Unterstützung. Gebraucht zu werden – das hat ihm auch selbst gutgetan. Gezeichnet von zwei Schlaganfällen verbrachte er die erste Zeit im Pflegeheim vorwiegend bettlägerig. Ein Jahr später genießt er nun mobil in seinem Rollstuhl die frische Luft im Garten des Urbanusheims und probt bereits den nächsten Schritt: „Gemeinsam machen wir Stehübungen, sodass unser Pfarrer noch selbständiger wird“, freut sich Petra.

Das Sterben ist ein körperlich wie seelisch sehr anstrengender und fordernder Prozess. Die Menschen möchten mit ihrem Leben und ihrer Umgebung ins Reine  kommen und noch letzte Dinge klären. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dabei zu helfen – und sowohl die körperlichen Schmerzen zu lindern, als auch seelische Unterstützung zu bieten. Um Schwerkranken einen  Abschied in Würde zu schenken, brauchen wir Ihre Unterstützung!

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hdb

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