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Zwei Bewohnerinnen und ein Bewohner
Es gibt noch
viel zu erleben.

Junges Engagement in der Pflege

Am 12. August wird weltweit der Internationale Tag der Jugend begangen. Der Aktionstag macht auf die Anliegen, Perspektiven und das Engagement junger Menschen aufmerksam. Auch in der Pflege leisten sie einen wichtigen Beitrag. Einer von ihnen ist Rainer. Der 20-Jährige absolviert seit Anfang Juli seinen Zivildienst im Urbanusheim in Poysdorf.

Eigentlich hat Rainer den Beruf des Elektrikers erlernt. Für seinen Zivildienst entschied er sich dennoch bewusst für den sozialen Bereich. Ausschlaggebend dafür waren persönliche Erfahrungen: Als seine Großmutter zu Hause betreut wurde, war er selbst eng eingebunden. Dabei wurde ihm bewusst, wie wichtig Zeit, Unterstützung und menschliche Zuwendung für ältere Menschen sind. Mit seinem Einsatz möchte er einen sinnvollen Beitrag leisten und gleichzeitig einen Einblick in die Arbeit im Pflegeheim erhalten. Zu seinen Aufgaben gehören die Unterstützung auf den Hausgemeinschaften, die Begleitung von Aktivitäten und Veranstaltungen sowie hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Auch zu Terminen, etwa im Krankenhaus, begleitet er Bewohner:innen. Besonders schätzt Rainer die Begegnungen im Haus. Obwohl er erst seit wenigen Wochen Teil des Teams ist, haben sich bereits erste vertraute Kontakte entwickelt. Kleine gemeinsame Rituale, wie das Blumengießen mit Bewohnerinnen, gehören inzwischen zum Alltag.

Die Arbeit im Pflegeheim hat auch seinen Blick auf das Älterwerden verändert. "Mir ist bewusst geworden, dass das Älterwerden viele Herausforderungen mit sich bringen kann", betont Rainer. Gleichzeitig erlebt er täglich, welche Bedeutung soziale Kontakte, gemeinsame Aktivitäten und kleine Gesten der Aufmerksamkeit für die Lebensqualität älterer Menschen haben.

Rainer ist seit Juli Zivildiener im Urbansheim in Poysdorf

Wie wertvoll diese Begegnungen sind, erlebt auch Pflegedienstleiterin Tanja Glander jeden Tag: „Es berührt mich immer wieder zu sehen, wie gut der Austausch zwischen den Generationen funktioniert. Unsere Bewohnerinnen erzählen aus ihrem Leben, hören zu, lachen gemeinsam mit den jungen Menschen und schenken ihnen wertvolle Erfahrungen. Gleichzeitig bringen die Jugendlichen Offenheit, neue Sichtweisen und viel Herzlichkeit mit. Von diesen Begegnungen profitieren beide Seiten“, erzählt sie. „Besonders freut es mich, wenn sich junge Menschen nach ihrem Praktikum für die Pflege entscheiden. Es ist mir wichtig, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen zu zeigen, wie vielseitig und anspruchsvoll die Langzeitpflege ist.“

Für seinen eigenen Weg nimmt Rainer bereits jetzt wichtige Erkenntnisse mit: "Ich habe gelernt, geduldiger zu sein und bewusster wahrzunehmen, dass kleine Dinge für ältere Menschen oft große Herausforderungen darstellen können. Es ist wichtig, zuzuhören, aufmerksam zu sein und einfach für jemanden da zu sein. Das sind Erfahrungen, die mich auch persönlich weiterbringen." Auch wenn er künftig weiterhin als Elektriker arbeiten möchte, kann er sich vorstellen, seine beruflichen Kenntnisse später mit dem Gesundheits- und Sozialbereich zu verbinden. Anderen jungen Menschen, die über einen Zivildienst im Pflegeheim nachdenken, spricht er eine klare Empfehlung aus. "Es ist eine sinnstiftende Aufgabe, bei der man dort hilft, wo Unterstützung wirklich gebraucht wird. Gleichzeitig bekommt man selbst unglaublich viel zurück und kann mit kleinen Gesten dazu beitragen, die Lebensfreude anderer Menschen zu steigern."

Anlässlich des Internationalen Tags der Jugend möchten wir uns bei Rainer und allen jungen Menschen bedanken, die sich im Rahmen eines Praktikums, Freiwilligen Sozialen Jahres oder Zivildienstes in unserem Haus engagieren. Mit ihrem Einsatz, ihrer Offenheit und ihrer Unterstützung bereichern sie den Alltag unserer Bewohner:innen und leisten einen wertvollen Beitrag zum Miteinander der Generationen.

Zivildiener Rainer unterstützt unter anderem in der Seniorenbetreuung und hilft bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten auf den Hausgemeinschaften
hdb

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