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Zwei Bewohnerinnen und ein Bewohner

Es gibt noch
viel zu erleben.

Pflegeeinrichtungen der Zukunft mit Leben erfüllt

Eine Expert*innen-Runde diskutierte am Dienstagabend im Pflegekrankenhaus Tokiostraße, wie moderne Pflegeheime auch unter Pandemiebedingungen ein erfülltes Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen. Die Diskussion fand im Zuge der „Feier der Herzen“ im Haus der Barmherzigkeit statt. Geladen waren Spenderinnen und Spender, die mit ihren großzügigen Beiträgen viele Leistungen des Hauses erst ermöglichen.  

Wie müssen moderne Pflegeheime sein, damit sie mit Leben erfüllt sind? Und wie kann das unter den aktuellen Corona-Bedingungen sichergestellt werden? Über dieses Thema diskutierten am Dienstagabend im Haus der Barmherzigkeit Pflegekrankenhaus in der Tokiostraße Expertinnen aus dem Pflegebereich, Architekt*innen und eine Bewohnerin. „Menschen in Pflegeeinrichtungen haben das gleiche Bedürfnis nach Teilhabe, Austausch mit anderen Menschen, Erlebnissen, sich auf etwas zu freuen und von etwas erzählen zu können. Das ist die Vision, für die das Haus der Barmherzigkeit seit mittlerweile 146 Jahren steht und die in unserem Motto ‚es lebe das Leben‘ zum Ausdruck kommt,“ unterstrich der Institutsdirektor Univ. Prof. Dr. Christoph Gisinger in seiner Eröffnungsrede. Wie Pflegeeinrichtungen trotz vierter Corona Welle für einen lebendigen Alltag der Bewohnerinnen und Bewohnern sorgen können, stand im Fokus der Diskussion. 

Mehr Freiraum für Rückzug und Begegnung

Dabei spielt etwa auch die bauliche Gestaltung von Pflegeeinrichtungen eine zentrale Rolle. Um auf Bedürfnisse individuell eingehen zu können, sind die Ansprüche an moderne Pflegeeinrichtungen in den letzten 20 Jahren wesentlich gestiegen. „Ganz besonders wichtig ist, dass Bewohner*innen einen Ort zur Begegnung haben, an dem sie zusammenkommen und gemeinsam aktiv sind. Aber auch, dass sie sich zurückziehen können. Der Aufbau eines modernen Pflegeheims ist daher mit einer Wohngemeinschaft gut vergleichbar“, so DI Veronika Schauer, Heimleiterin des Haus der Barmherzigkeit Clementinum in Kirchstetten. Dass Pflegeheime ein Ort der Aktivität und der Ruhe sein müssen, bestätigt auch Julia Hruby, die eine Demenzstation im Pflegekrankenhaus Tokiostraße leitet. „Wir betreuen mittel- bis hochgradig demente Bewohner*innen. Für sie ist es wichtig, dass sie am Leben teilhaben können. Wir bieten Aktivitäten und Tagesstruktur, doch nur so viel, wie es den jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohnern guttut. Das ist ganz unterschiedlich.“

Für ein generelles Umdenken appelliert das Architektenpaar DI Julia Klammer-Zeleny und Mag. Stephan Klammer-Zeleny, das einen Umbau für das Haus der Barmherzigkeit plant: „Wir müssen ein Pflegeheim als einen Wohnbau verstehen. Ziel muss es sein, ein wohnliches Zuhause zu schaffen. Das beginnt bei der Gestaltung von Oberflächen, die Behaglichkeit und Wertigkeit vermitteln und geht über großzügig gestaltete Innenräume mit Ausblick.“ Eine flexible Raumgestaltung beim Bau mitzudenken, erlaubt es, rasch auf neue Anforderungen reagieren zu können. In der Corona-Pandemie ist das Bewusstsein für Freiräume und Parks, an denen man sich mit Abstand treffen kann, gestiegen. Das integriert das Architektenpaar bereits in ihrer Planung für zukünftige Bauprojekte.

Mit der Außenwelt verbunden

„Ob es der Besuch des Bürgermeisters zum Geburtstag oder ein Gespräch mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus der Nachbarschaft ist. Heime müssen im Gemeindeleben eingebunden sein“, so Schauer. Im vergangenen Jahr konnte man sich, wenn nicht anders möglich, mit digitalen Technologien behelfen, um die Verbindung mit der Außenwelt zu erhalten. „Wir hatten das Glück, dass wir viele helfende Hände bei uns im Haus hatten. Freiwillige Helfer*innen haben den Bewohnerinnen und Bewohnern das Tablet oder das Telefon gehalten und ihnen dadurch ermöglicht, mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben,“ so Julia Hruby. Auch die Bewohnerin des Haus der Barmherzigkeit Tokiostraße Christine Mühlberger unterstreicht: „Alle waren sehr bemüht, dass wir da gut durchkommen. Natürlich gab es vor allem am Anfang Einschränkungen. Aber im Nachhinein betrachtet, war alles nicht so schlimm.“ 

Zur Podiumsdiskussion im Zuge der „Feier der Herzen“ waren Großspender*innen des Haus der Barmherzigkeit geladen. Einen großen Dank sprach die Leiterin des Fundraisings Claudia Sebunk am Ende an alle Unterstützer*innen aus: „Ihr großes Herz ermöglicht unseren Bewohnerinnen und Bewohnern die bestmögliche Betreuung, die sie für ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben benötigen. Dafür wollen wir heute Danke sagen.“ Durch den Abend führte die ORF-Moderatorin Rebekka Salzer. Für die künstlerische Unterhaltung sorgten Mezzosopranistin und musikalische Geschichten-Erzählerin Christina Sidak und Pianistin Deirdre Brenner. Die kulinarischen Köstlichkeiten für den geselligen Ausklang lieferte SANA Catering. 

 

hdb

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