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Bewohnerin Elfriede auf ihrem Balkon im HB Seeböckgasse

Lebensfreude trotz schwerer Krankheit.

Multiple Sklerose (MS) wird auch als Krankheit mit den 1000 Gesichtern bezeichnet. Denn die Erkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Hüllschicht der Nerven in Gehirn und Rückenmark angreift und entzündliche Reaktionen auslöst, zeigt sich in vielen Symptomen und Verläufen – und anfangs auch oft ganz harmlos.

Wie im Fall von Elfriede: „Ich habe eines Tages festgestellt, dass mein linker Fuß in Knöchelhöhe etwas angeschwollen war“, erinnert sich die 70-jährige Wienerin an den Beginn ihrer Erkrankung vor 20 Jahren. Untersuchungen eines Neurologen bringen Klarheit – und die schockierende Diagnose MS. „Leider in meinem Fall auch die schwerwiegendste Form – primär progrediente MS“, erläutert Elfriede.

Bewohnerin Elfriede sitzt in ihrem Rollstuhl auf ihrem Balkon im HB Seeböckgasse.


Multiple Sklerose kann schubförmig oder gleichmäßig fortschreiten und vielfältige körperliche und geistige Defizite hervorrufen. Die primär progrediente MS macht rund 15 % aller Fälle aus, der Verlauf erfolgt stetig und rasch. „Unaufhaltsam und unerbittlich“, fasst Elfriede ihre Erfahrungen zusammen. „Ich konnte die ersten Jahre noch mit einem Stock gehen, schließlich mit einem Rollator und mittlerweile bin ich auf den Rollstuhl angewiesen“, erzählt unsere Bewohnerin. Zwei Jahrzehnte lang übernimmt ihr Ehemann die Pflege, nach zwei schweren Operationen wird diese Aufgabe jedoch zu viel für ihn. „Wir haben gemeinsam beschlossen, dass ein Pflegeplatz in einem Heim das Beste für mich ist“, sagt Elfriede.

Seit zwei Jahren wohnt sie nun in unserem Pflegekrankenhaus in der Seeböckgasse, das über eine Spezialstation für Multiple Sklerose verfügt. Hier wird Elfriede von einem interdisziplinären Team aus Pflege, Therapie und Medizin betreut. „Mein größter Wunsch ist es, die Beweglichkeit meiner rechten Hand noch so lange wie möglich zu erhalten“, so Elfriede, die trotz ihres schweren Schicksals versucht, immer positiv zu denken. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Bezugspfleger Robert: „Ich kenne Elfriede seit ihrem Einzug und merke gleich, wenn es ihr nicht gut geht“, erläutert der Pfleger. „Neben der körperlichen Pflege ist nämlich auch die Seelenpflege ganz wichtig!“

Elfriede mit Ihrem Bezugspfleger Robert.


Das schaffen die beiden am besten mit einer großen Portion Humor, dem gemeinsamen Singen von fröhlichen Schlagern oder farbenprächtigen Pflanzen. „Wir bewundern gern die schönen Blumen auf der Dachterrasse“, freut sich Elfriede. Mitbewohnerin Lotte ist ebenfalls mit einem grünen Daumen gesegnet und so blüht es auch im Zimmer der beiden Damen in allen Ecken. „Wir verstehen uns sehr gut, das trägt auch viel zum Wohlbefinden bei“, so Elfriede.  Auch die Besuche ihres Mannes, ihres Sohnes und ihrer Schwiegertochter machen es unserer Bewohnerin leichter, ihr Lebensmotto beizubehalten: „Niemals aufgeben!“

Elfriede (rechts) mit ihrer Mitbewohnerin Lotte (rechts)


Ihre Spende hilft!

So lange wie möglich selbständig zu bleiben

Das ist auch Elfriedes größter Wunsch. Mit fünfzig Jahren erkrankte die Bürokauffrau an Multipler Sklerose, kann mittlerweile nur noch ihre rechte Hand richtig bewegen. Dies ermöglicht ihr aber dennoch einen gewissen Grad der Selbstbestimmung. „Ich kann selbst essen, ein Glas nehmen, die Fernbedingung steuern. Das sind kleine Schritte, für mich aber sehr große“, so Elfriede. Seit zwei Jahren wohnt Elfriede in unserem Pflegekrankenhaus Seeböckgasse. Dort haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, MS-Patient*innen zur Seite zu stehen und ihnen bei der Bewältigung ihres Schicksals zu helfen. Im Mittelpunkt steht dabei neben der Linderung von Schmerzen, der medizinischen Pflege und individuell abgestimmter Therapien, die Freude am Leben zu erhalten. 

„Die Physio- und Ergotherapie tut mir sehr gut“, freut sich Elfriede. „Und auch, ein Team von vertrauten Menschen um mich zu haben. Das trägt viel zu meinem Wohlbefinden bei!“ So auch Bezugspfleger Robert, dem es ein großes Anliegen ist, trotz schwerer Erkrankung Lebensfreude in den Alltag der Bewohner*innen zu bringen. „Der Vorteil der Langzeitpflege ist: Wir kennen die uns anvertrauten Menschen sehr gut und wissen, was ihnen Freude bereitet.“ 

Bitte unterstützen Sie uns dabei, unseren MS-Patient*innen Freude zu schenken und das Leben zu erleichtern. Denn leider werden manche wichtige Therapien nicht oder nicht ausreichend von diversen Kostenträgern bezahlt.  Nur mit Ihrer Spende können wir auch in Zukunft ein Leben in Würde für schwer pflegebedürftige Menschen sicherstellen. Vielen Dank!

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