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145 Jahre Haus der Barmherzigkeit  

Im Jahr 1875 wurde das Haus der Barmherzigkeit als Ort gegründet, an dem „arme, verlassene, schwer- und unheilbar Kranke“ liebevolle Pflege und medizinische Betreuung finden sollen. 145 Jahre später umfasst unser Haus längst mehrere Standorte und darf auf eine vielseitige Entwicklung zurückblicken. Eines ist aber gleichgeblieben: Im Mittelpunkt steht der Mensch.

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Als das Haus der Barmherzigkeit in der Vinzenzgasse in Wien Währing 1875 erstmals seine Pforten öffnet, wird Österreich noch Kaiser Franz Joseph regiert und in Wien stirbt jede/r vierte BewohnerIn an Tuberkulose. Auch Unterernährung und Rachitis setzen dem Gesundheitszustand der Bevölkerung zu – wer als chronisch krank gilt, kann bis dato jedoch keine Hilfe erwarten. Grund genug für Buchdruckereibesitzer Franz Eipeldauer und die von ihm gegründete "Bruderschaft von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit zur Pflege armer Unheilbarer“, das Haus der Barmherzigkeit ins Leben zu rufen. Das Ziel dieses besonderen Ortes: unheilbar Erkrankten eine menschenwürdige Betreuung und Obsorge angedeihen zu lassen. Mit Unterstützung der „Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul“, die die Pflege übernehmen, können so ab Juli 1875 die ersten 22 Männer, Frauen und Kinder versorgt und – bis dahin einzigartig – auch medizinisch behandelt werden. Damit wird die Einrichtung zum Vorbild vieler ähnlicher Institutionen im In- und Ausland und kann als "Geburtsstätte der Geriatrie" bezeichnet werden.

Ein Name – viele Häuser

Auch wenn der Name auf ein Haus zurückgeht, umfasst das Haus der Barmherzigkeit heute längst mehrere Standorte: In unseren zwei Wiener Pflegekrankenhäuser in Wien Ottakring und Donaustadt gewährleisten wir durch moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie vielseitige Therapie- und Pflegekonzepte eine umfassende Rundumbetreuung. In unseren fünf Pflegeheimen in Niederösterreich und Wien bieten wir älteren und chronisch kranken Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf kompetente Behandlung, Pflege und Betreuung. Und das Haus der Barmherzigkeit Integrationsteam (HABIT) begleitet und fördert in 15 Wohngemeinschaften und fünf Basalen Tageszentren Menschen mit schweren Behinderungen und hohem pflegerischen Unterstützungsbedarf.

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Mission mit Bestand

Vieles hat sich getan in 145 Jahren Haus der Barmherzigkeit: Heute betreuen wir mit einem Team von rund 1.800 MitarbeiterInnen rund 1.600 pflegebedürftige Menschen in 27 Standorten. Vieles hat aber nach wie vor Bestand: „Im Mittelpunkt unserer Arbeit stand seit Beginn der Mensch – und die Beziehung zwischen Betreuten und Betreuer“, bringt es HB Institutsdirektor Christoph Gisinger auf den Punkt. „Und nach wie vor ist das Haus der Barmherzigkeit auch ein Ort, an dem chronisch kranke Menschen bestmöglich betreut, gepflegt und medizinisch behandelt werden.“ Dazu zählen etwa Demenzkranke, Wachkoma-PatientInnen und Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Parkinson, Querschnittlähmung oder Chorea Huntington. In unserem Haus in der Tokiostraße kümmert sich unser speziell ausgebildetes medizinisches und pflegerisches Team um ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen und unsere MitarbeiterInnen in der ambulanten Neuro-Rehabilitation betreuen Erwachsene nach einer akuten neurologischen Erkrankung auf ihrer Rückkehr in ihr soziales und berufliches Umfeld.

Lebensqualität und Selbstbestimmung

Wie kann ein Heim zum Zuhause werden? Auch diese Frage bestimmt die lange Geschichte des Haus der Barmherzigkeit immer wieder mit. Neben bestmöglicher Pflege und Betreuung möchten wir den uns anvertrauten Menschen nämlich auch größtmögliche Lebensqualität bieten. Und die spielt auch bei der Planung und Gestaltung unserer Einrichtungen seit jeher eine zentrale Rolle. Fanden die Pflegebedürftigen zu Beginn in großen gemeinsamen Schlafsälen liebevolle Aufnahme, sorgen heute neue moderne Wohndesigns für Behaglichkeit und Privatsphäre.

Mit der Errichtung des Stephansheims in Horn im Jahr 2015 zog beispielsweise das Konzept der Hausgemeinschaften im Haus der Barmherzigkeit ein. Dabei teilen sich die Bewohnerinnen und Bewohner einer solchen Hausgemeinschaft ein gemütliches Wohnzimmer und eine geräumige Wohnküche und essen, plaudern und genießen – ähnlich wie in einer großen Familie – miteinander. Auch das Urbanusheim in Poysdorf und Am Maurer Berg – St.Josef in Wien Liesing sind nach diesem Konzept gestaltet, das Stadtheim Wiener Neustadt, das zurzeit neu errichtet wird, wird ab 2021 ebenfalls über Hausgemeinschaften verfügen und das Hospiz im Stephansheim ist sogar das erste Österreichs, das nach dem Hausgemeinschafts-Prinzip geführt wird. Der Wunsch nach Privatsphäre kann in all unseren Einrichtungen in geräumigen Ein- und Zweibettzimmern erfüllt, frische Luft und schönes Wetter auf Balkonen, Terrassen und in Gärten genossen werden. Wie unsere BewohnerInnen ihren Tag gestalten, können sie zum Teil selbst bestimmen, denn: Lebensqualität ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und Lebensqualität bedeutet auch, das Leben erleben. Viele gemeinsame Aktivitäten, Programmpunkte, Feste und Ausflüge machen im Haus der Barmherzigkeit den Alltag bunter. 

Das Herz in Barmherzigkeit

Viel hat sich verändert in 145 Jahren Haus der Barmherzigkeit. Das Herzstück des Hauses sind aber von Beginn an unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und so ziehen wir zum Jubiläum vor allem den Hut vor jenen, die täglich mit ihrem unvergleichlichen Einsatz Großartiges leisten. Und freuen uns auf viele weitere Kapitel in der Historie unseres Hauses.

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hdb

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