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Diversitätsmanagement im Haus der Barmherzigkeit

Im Haus der Barmherzigkeit verstehen wir Vielfalt nicht als Herausforderung, sondern als Stärke. Unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Erfahrungen bereichern unsere tägliche Arbeit.

Damit Vielfalt wahrgenommen und aktiv gestaltet wird, braucht es passende Rahmenbedingungen und Grundlagen, sei es in Pflege, Medizin, Betreuung, Therapie, Technik, Reinigung oder Verwaltung. 2025 wurde daher das Positionspapier „Wir hb(en) Vielfalt. Haltung zeigen, Diskriminierungen entgegenwirken!“ veröffentlicht. Es unterstreicht unsere strategische Bedeutung von gelebter Inklusion und formuliert maßgebliche Ziele: Reflexions- und Entfaltungsräume schaffen, die Diversitätskompetenz einer lernenden Organisation stärken, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld sicherstellen und Strukturen zur Unterstützung von Vielfalt aufbauen.

Auf dieser Basis entstehen Maßnahmen für die kommenden Jahre, die gemeinsam mit allen Kolleg*innen umgesetzt und gefestigt werden sollen. Um Diversität nachhaltig in unsere Unternehmenskultur zu integrieren, wurde ein hauseigenes Diversitätsmanagement etabliert. Die Rolle von Jasmin Abdelsamad als Diversitäts- und Inklusionsmanagerin ist strukturell verankert und darauf ausgerichtet, Chancengerechtigkeit sicherzustellen, Diskriminierung abzubauen und Vielfalt zu einer gelebten Ressource im (Arbeits-)Alltag zu machen.

Seit Juli 2024 gibt es zudem die Vertrauensstelle Diversität und Antidiskriminierung von HABIT – Haus der Barmherzigkeit Inklusionsteam, betreut durch Katharina Schöll-Laussermayer. Sowohl Mitarbeitende als auch Kund*innen können sich an Katharina Schöll-Laussermayer wenden, wenn sie die eine oder andere Art von Diskriminierung erfahren. Gemeinsam wird an einer Lösung gearbeitet – sei es Zeit und ein offenes Ohr, professionelles Coaching oder Gespräch mit der Führungskraft. „Diversität ist im HB allgegenwärtig – durch das aktive Aufgreifen und damit Auseinandersetzen lernen wir von- und miteinander. Wir wollen ein bestmögliches inklusives Arbeits- und Lebensumfeld für alle schaffen“, so Katharina Schöll-Laussermayer. Beide Stellen fungieren als konkrete Unterstützungsangebote – niederschwellig und auf Augenhöhe.

Das Diversitätsmanagement steht im Einklang mit dem Jahresmotto unseres häuserübergreifenden Wertekulturteams: „Vielfalt bereichert“. Wie in jedem Jahr wurde ein Thema herausgearbeitet, das unsere Grundsätze und Schwerpunkte sichtbar macht. Diesmal greift es die Inhalte des Positionspapiers auf: Das Jahresmotto stellt die verschiedenen Dimensionen von Diversität in den Fokus, die zentrale Bereiche des Haus der Barmherzigkeit widerspiegeln – Geschlecht und sexuelle Orientierung, Ethnie und Nationalität, Alter und Generation, Religion und Weltanschauung, Behinderung(en) sowie Sozialökonomie und sozialen Status. Ziel ist es, Vielfalt noch bewusster wahrzunehmen, aktiv zu fördern und zu feiern. „ Unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Erfahrungen sind wertvoll und bereichern nicht nur unser Arbeitsumfeld, sondern auch unsere Innovationskraft und unsere Zusammenarbeit“, erklärt das Wertekulturteam.

Jasmin Abdelsamad (Diversitäts- und Inklusionsmanagerin im HB) und Katharina Schöll-Laussermayer (Vertrauensstelle Diversität und Antidiskriminierung bei HABIT)

Wachstum im Miteinander

Vielfalt entsteht nicht von allein. Sie braucht Dialog, Sensibilisierung und konkrete Werkzeuge. Deshalb setzt das HB auf Fortbildung, Reflexion und Austausch. Jasmin Abdelsamad und Katharina Schöll-Laussermayer bieten regelmäßig interne Schulungen für alle Berufsgruppen an, um Vorurteile abzubauen, Unsicherheiten zu klären und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Zusätzlich gibt es Leitfäden und Orientierungshilfen, die Sicherheit im Alltag geben. „Vielfalt zu fördern, heißt auch, die eigenen Privilegien zu reflektieren. Erst, wenn wir anerkennen, dass nicht alle mit den gleichen Startbedingungen arbeiten, können wir Strukturen schaffen, in denen sich jede*r entfalten kann“, betont Jasmin Abdelsamad. Im Zentrum steht dabei immer der Mensch. „Wir sprechen bewusst von (Migrations-)Biografien, um Lebensrealitäten nicht auf Herkunft zu reduzieren, sondern ganzheitlich zu betrachten.“ Die Biografie eines Menschen prägt seine Erfahrungen – ob als Bewohner*in, Kund*in oder Mitarbeitende*r. Wer Diversitätskompetenz aufbauen möchte, beginnt bei der Selbstreflexion.

Genau das wird bereits in verschiedenen Formaten umgesetzt: Im Mai 2025 fanden im Pflegekrankenhaus Seeböckgasse erstmals die Diversity Days statt, bei denen Besucher*innen spannende Einblicke in die Vielfalt unseres Hauses erhielten und Fragen stellen konnten. Ergänzend schafft die Kulturwerkstatt mit der Herzkammer regelmäßig Raum, um geschützt über Inklusion und Zusammenleben zu diskutieren. Auch im Pflegekrankenhaus Tokiostraße wurde ein Fest der Nationen veranstaltet, bei dem die unterschiedlichen Herkunftsländer der Mitarbeitenden vorgestellt und traditionelle Nachspeisenserviert wurden. Obwohl Vielfalt ein ernstes Thema ist, darf das Lernen darüber offen, lebendig und mit Freude gestaltet werden. Diese Kombination aus Expertise und Spaßfaktor macht letztlich den Unterschied. Jasmin Abdelsamad ist überzeugt: „Vielfalt bereichert uns. Aber wir müssen sie bewusst gestalten. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Kolleg*innen daran zu arbeiten, dass sich jede*r bei uns wohlfühlen und weiterentwickeln kann.“ Vielfalt ist damit mehr als ein Schlagwort. Sie ist Haltung, gelebte Praxis und ein Versprechen für die Zukunft.

In regulären Schulungen soll das Thema Diversität noch mehr in den Fokus gerückt und darüber aufgeklärt werden

HB Positionspapier "Wir hb(en) Vielfalt. Haltung zeigen, Diskriminierungen entgegenwirken!"

hdb

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