Forschende sehen Gesundheits- und Klimapolitik gefordert
Nach der bislang stärksten Hitzewelle des Jahres warnen Forschende vor langfristigen Folgen des Klimawandels für Gesundheit und Pflegeversorgung. Eine neue Sammelpublikation bündelt Erkenntnisse von 40 Wissenschaftler:innen aus 25 Institutionen ‒ darunter auch Kolleg:innen des Haus der Barmherzigkeit.
Bei einem Pressetermin Ende Juni standen die Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit und Pflege im Mittelpunkt. Thomas Dorner, Leiter der Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit und Public Health Forscher an der Medizinischen Universität Wien, präsentierte gemeinsam mit Willi Haas (Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien und MedUni Wien) sowie Andrea Schmidt (Gesundheitsökonomin am Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit der Gesundheit Österreich) zentrale Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Sammelpublikation "Gerontologische Perspektiven auf den Klimawandel: Gesundheitsförderung, Versorgung und Co-Benefits für Gesundheit und Klimaschutz".
Im Fokus der in der Fachzeitschrift "Das Gesundheitswesen" erschienenen Publikation stehen insbesondere ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen, die von Hitze besonders betroffen sind. Die Autor:innen betonen die Bedeutung von Prävention und Anpassungsmaßnahmen, um Gesundheit und Lebensqualität langfristig zu erhalten. Thomas Dorner hebt dabei die Rolle von Bewegung als wichtigen Schutzfaktor hervor: Regelmäßige körperliche Aktivität kann – angepasst an die jeweiligen Wetterbedingungen – wesentlich dazu beitragen, Gesundheit, Selbstständigkeit und Wohlbefinden bis ins hohe Alter zu fördern.
Foto-Credit: Martin Hörmandinger/APA


